WELTCUP #5 LENZERHEIDE

Tausende Zuschauer versammeln sich beim letzten europäischen MTB-Weltcup in Lenzerheide. Endlich wieder war es soweit und dann auch noch in der Schweiz, der Nation des Radsports. Zum letzten europäischen Weltcup versammelte sich die Weltelite in Lenzerheide und zum ersten Mal durften wieder viele viele Zuschauer das Spektakel live miterleben.


Zuschauermagnet - im Infield des Eventgeländes bei Start/Ziel waren viele Zuschauer um sich das Spektakel anzuschauen

Das German Technology Racing Team trat die Reise in das Nachbarland etwas Ersatzgeschwächt an. Lediglich Sven Strähle und die beiden Neff Brüder Luis und Noah gingen beim Weltcup in Lenzerheide an den Start. Während Noah Neff in der U23 schon Sonntag früh an der Reihe war, durften die Elite Jungs zur Primetime auf die Strecke.


Aber nun von vorne. Bereits am Donnerstag ging es in die Schweiz, da es beim Weltcup ja üblich ist, das man seine Startnummern bis Freitags 10 Uhr abgeholt hat. Der erste Test auf dem Kurs folgte am Freitag, bei dem man eine größtenteils unveränderte Strecke zum letzten Aufeinandertreffen der Weltelite in Lenzerheide auffand. Viele technisch anspruchsvolle Streckenteile, mit vielen Wurzeln und einem hohen Maß an Konzentrationsanteil. Die neuen Teile der Strecke wurden von den Fahrern des GTR-Teams genauestens unter die Lupe genommen und auch die Schlüsselstellen wurden nochmal detaillierter angeschaut, um sich auf die Strecke und den Untergrund einzustellen. Auch die Reifenwahl und der Luftdruck spielten eine Rolle, da man bei zu wenig Luft schlecht einen Durchschlag bekommen kann. Zurück in der Base wurde dann ordentlich gegessen und die Beine hochgelegt, um für die am Samstag anstehende Vorbelastung voll ausgeruht zu sein.



Luis Neff beim Streckentraining am Tag vor dem Rennen

Am Samstag gingen die drei Fahrer des German Technology Racing Teams dann zum letzten Test auf die Strecke. Hier ist es wichtig auch mal in die rote Zone zu kommen um die Rennbelastung zu simulisieren. Mit einem guten Fazit zurück wurden die Bikes und Fahrer ready für das anstehende Rennen am darauffolgenden Sonntag gemacht.


Um 10.50 Uhr am 05. September war Noah Neff im U23 Rennen dann am Start. Von Startposition 93 ging es direkt nach dem Start nach vorne und er konnte sich schon nach den ersten Runden in den Top 70 aufhalten. Nach 3 von 5 gefahrenen Runden konnte Noah Neff dann auch nochmal etwas an Leistung nachlegen und so fuhr er Platz um Platz weiter nach vorne. In der letzten Runde war er schon auf Platz 60 unterwegs und konnte sich in einer kleineren Gruppe etablieren. „Ich merkte Runde um Runde das es besser geht. Ich war heute wieder etwas vorsichtig von Beginn an wegen meinen Atemproblemen die ich zuletzt in den Cross Country Rennen hatte. Ich wollte nicht überziehen und konnte dann immer schneller fahren mit zunehmender Renndauer.“ so Noah Neff im Ziel.


In der letzten Runde behauptete sich Noah Neff gegen seine direkten Kontrahenten und konnte als 59. die Ziellinie überqueren. Als drittbester Deutscher ist dies eine beachtliche Leistung wenn man die Startposition mit einberechnet. „Ich bin heute zufrieden, ich hatte kaum Probleme mit dem Atmen und auch mit der Höhe hier kam ich zurecht. Ich bin glücklich wie es gelaufen ist!“ sagt ein sichtlich zufriedener Noah Neff im Ziel.


Noah Neff während dem U23 Weltcuprennen in Lenzerheide

Im Elite Rennen waren mit Sven Strähle und Luis Neff zwei Fahrer mit von der Partie. Von Startplatz 104 und 121 gab es nur ein Ziel. So schnell wie möglich Plätze gut machen. Sven Strähle gelang das außergewöhnlich gut und er konnte nach zwei Runden bereits in den Top 60 das Ziel überqueren. Auch Luis Neff kam gut nach vorne und war in den Top 70 zu finden. Bei tobenden Zuschauern, die jeden Fahrer von Platz 1 bis zum letzten Fahrer lautstark anfeuerten, war das Rennen fahren ein Genuss für jeden Sportler, Zuschauer oder Fan, der das Rennen verfolgen durfte. Ob im TV bei der Live-Übertragung oder in der Lenzerheide, es war ein reines Spektakel. Zwei Runden vor Schluss musste Sven Strähle aus unerklärlichen Gründen sein Tempo herausnehmen, sein Körper streikte und er quälte sich noch in die letzten Runden. „Es ging heute am Anfang wirklich super, ich war selbst überrascht, das ich so frei und gut Fahrer überholen und Boden gut machen konnte. Aber irgendwie ging mir in den letzten zwei Runden der Saft aus. Ich konnte nicht mehr aggressiv fahren und in den roten Bereich gehen.“ So Sven Strähle im Ziel.


Kurz vor dem Start: Sven Strähle fokussiert sich auf der Rolle

Luis Neff erwischte ebenfalls unglückliche Momente im Rennen. Es kam vor ihm öfters zu Stürzen, was ihn aus dem Rhythmus gebracht hatte. „Heute war ein komisches Rennen. Am Anfang ging es gut, aber dann wurde ich ständig aufgehalten durch Stürze oder Fehler meiner Mitstreiter vor mir. Das ist ärgerlich und nicht das was ich mir heute erhofft hatte. Die Top 60 sind weiterhin mein Ziel und das möchte ich bei meinem nächsten Weltcup wieder angreifen können.“ fasst Luis Neff im Ziel zusammen, nachdem er als 85. gewertet wurde.


Luis Neff versucht das Feld kontinuierlich von hinten aufzuholen

Sven Strähle konnte als einer der letzten Fahrer noch über die komplette Distanz fahren und wurde am Ende als 70. des Lenzerheide Weltcups in der Rangliste geführt. Am Wochenende steht dann der Lauf der int. Bundesliga in Gedern an.


Sven Strähle in einer der Schlüsselstellen in Lenzerheide


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