Sieg beim ANDALUCIA BIKE RACE 2021

365km mit fast 12.000 Höhenmetern in 6 Tagen, galt es für die Teilnehmer des Andalusia Bike Race Etappenrennens zu bewältigen. Beim ersten lauf zur UCI Marathon World Series war auch die GTR Fahrerin Janine Schneider mit am Start. Zusammen mit der Norwegischen Meisterin Hildegunn Gjertrud Hovdenak galten sie als Team als die Geheimfavoriten.


Janine Schneider und Hildegunn Gjertrud Hovdenak gewinnen den ersten Lauf zur UCI Marathon Series beim Andalusia Bike Race 2021

Die erste Etappe war ein Prolog über 27km. Start und Ziel waren hier der Ort Jaén. Janine Schneider und ihre Partnerin hatten mit der kurzen Distanz zu kämpfen aber fanden dennoch sehr schnell zusammen und konnten den 2. Rang einfahren. Gerade einmal eine Sekunde trennten die erstplatzierteren von den zweitplatzierten.


Am darauffolgenden Tag stand die erste richtige Etappe an. Mit 62,5km und ca. 2.250 Höhenmetern schon eine richtig harte und schwierige Etappe. An diesem Tag lief es noch gut für das Deutsch Norwegische Paar und die Beine fingen sich so langsam an die Rennbedingungen zu gewöhnen. Ganz dem Tempo des führenden Frauenteams konnten sie nicht folgen, es folgten ja aber noch 4 harte Tage und so kamen sie mit ca. 3 Minuten Rückstand ins Ziel. Somit waren sie im Gesamtklassement noch auf dem zweiten Rang.


Ein gut besetztes Starterfeld der Damen in Andalusien

Am dritten Tag, mit 71km und fast 3.000 Höhenmetern konnten Janine Schneider und Hildegunn Gjertrud Hovdenak wieder gut mithalten. Vor allem die Hitze war mein aus dem kalten Deutschland nicht mehr gewöhnt. Einige Fahrerinnen hatten sehr damit zu kämpfen und auch das Team „Tysk-Norge“ hatte ihre Probleme damit. Hildegunn Gjertrud Hovdenak stürzte dann nach ca. 45km schwer und musste durch Sanitäter an der Strecke behandelt werden. Dies kostete das Duo wertvolle Zeit. Es ging weiter und sie konnten ihre Fahrt fortsetzen. „Hildegunn Gjertrud Hovdenak hatte irgendwie die Kontrolle verloren und ist schwer gestürzt. Auf diesen Schotterstraßen die super schnell sind, kann das bei Unachtsamkeit problemlos passieren. Zum Glück konnten wir dann nach kurzer Behandlung weiterfahren. Man spürte ihr allerdings die Schmerzen an“ so Janine Schneider nach der dritten Etappe. Am Ende reichte es noch zu Platz 5, allerdings mit fast 12 Minuten Rückstand zum Siegerduo.


Nach der Etappe ging es erstmal zu den Sanitätern um Hildegunn Gjertrud Hovdenak zu versorgen. Ob sie weiterfahren kann, wollten sie erst kurz vor dem Start zur 4 Etappe entscheiden. Allerdings verschwand der Schmerz dann schnell und gab Hildegunn Gjertrud Hovdenak schnell grünes Licht für die Fortsetzung des Etappenrennens. Die drittletzte Etappe sollte dann auch der Wendepunkt sein. Beide fanden ihre Kräfte und nahmen die Beine zusammen um die Führung zu übernehmen. Nach einem tollen Fight lagen Sie etwas 4 Minuten vor den ersten Verfolgern und feierten den ersten Etappensieg beim Andalusia Bike Race 2021.


Interview nach dem ersten Sieg bei der vierten Etappe

Mit voller Euphorie ging es weiter und auch die beiden nachfolgenden Tage konnten Janine Schneider und Hildegunn Gjertrud Hovdenak souverän gewinnen. Zum Start der finalen Etappe lagen sie noch ca. 2:30 Minuten hinter dem Führungsduo im Gesamtklassement zurück. Nachdem sie die vorletzte Etappe auch mit fast 4 Minuten Vorsprung gewinnen konnten, war dies für beide das Ziel. Von Anfang an übernahmen sie die Führung und zogen wie die beiden Tage zuvor ihren Stiefel durch. „Wir konnten uns super ergänzen. In den technischen Anstiegen war ich meistens in Führung und Hildegunn Gjertrud Hovdenak hat dann auf den Geraden Druck gemacht. Wenn ich meine Angst in den Abfahrten noch ein wenig abstellen kann, dann hätten wir dort eventuell noch mehr Boden gut machen können. Wichtig war es nicht zu stürzen. Am Ende hat es gereicht für den Gesamtsieg und damit sind wir sehr glücklich. Als wir gemerkt haben das wir die stärksten sind gegen Ende des Etappenrennens, konnten wir unsere Vorteile ausspielen, es hat super Spaß gemacht“ so Janine Schneider überglücklich im Ziel.


Die Hitze machte Janine Schneider und Hildegunn Gjertrud Hovdenak am Anfang zu schaffen. Von Tag zu Tag lief es dann aber besser.

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