EUROPAMEISTERSCHAFT ANADIA

Die diesjährige Nachwuchseuropameisterschaft fand im portugiesischen Anadia statt. In diesem Jahr fanden die Europameisterschaften der Nachwuchs und Elite Sportler an zwei verschiedenen Standorten statt. Die Nachwuchssportler durften nach Portugal reisen, während die Elite Fahrer die Europameister in München suchen.

Lars Gräter führt nahezu das gesamte Shorttrack Rennen die Juniorenkonkurrenz an.

Gleich drei Fahrer des GTR-Teams waren für die Delegation des Bund Deutscher Radfahrer für die Meisterschaften nominiert. Lars Gräter und Nils Schmidt in der Juniorenklasse, Fabian Eder bei den Herren U23. Neben den Cross-Country Wettbewerben standen in Anadia ebenfalls die Meisterschaften im Short Track auf dem Programm. Lars Gräter entschied sich dazu, auch bei diesem Rennen, das über ca. 25 Minuten führt, zu bestreiten. Bereits am Donnerstag vor dem eigentlichen Cross-Country Rennen wurden die Europameister in dieser Kategorie gesucht. Von Start weg übernahm der junge Gailenkirchener die Führung, nur selten war er auf den Plätzen dahinter zu sehen. Das Rennen von vorne zu kontrollieren, das war der Rennplan. Immer wieder gab es Attacken, aber nie kam es dazu, dass mehrere Fahrer sich absetzen konnten oder ähnliches. So musste es kommen, wie es kommen musste. Lars Gräter übernahm auch in der letzten Runde des Rennens nach ca. 20 Minuten Rennzeit die Führung, es sah nach einem Sieg aus. Ohne Fehler war dem Deutschen Vizemeister der Gewinn des Europameistertitels nicht mehr zu nehmen. Es ging in die vorletzte Kurve, eine fast 360 Grad Kurve, die mit einer Brückenüberquerung endete. Etwas zu schnell ging Lars Gräter die Kurve an, musste die Ideallinie innen aufgeben, um nicht bei rutschigem Terrain auf Schotter zu stürzen. Diese Chance nutzte der dahinterfahrende Schweizer, er nahm die innere Linie und drängte Lars Gräter weiter nach außen, es kam zur Berührung, die Lars Gräter fast zum Sturz brachte. Das Hinterrad des GTR-Fahrers hebt ab und drehte durch, sodass er eine 90 Grad Drehung machte. Dies war das Aus im Kampf um den ersten Platz. Die ersten 3 Fahrer huschten innen vorbei, ehe Lars Gräter ausgeklickt war und sich wieder in die Spur schob. Er ging auf Rang 5 die Brücke nach oben auf die Zielgerade und verteidigte diesen. Am Ende ein starker 5. Rang, der dennoch enttäuschend war. In Bezug auf den Rennverlauf wäre der Titel absolut verdient gewesen. Schade!


Zwei Tage später folgte für die Junioren dann das Cross-Country Rennen. Neben Lars Gräter stand hier auch Nils Schmidt für Deutschland am Start. Der Betzigauer gehört dem jüngeren Jahrgang der Juniorenklasse an und durfte aufgrund guter Leistungen in seinem ersten Jahr direkt mit zu den Europameisterschaften. Beiden Fahrern gelang ein guter Start. Zunächst sah es so aus, als könnte sich Lars Gräter in den Top 10 behaupten. Er befand sich in einer Gruppe von mehreren Fahrern innerhalb der ersten Zehn. Nach den ersten Runden aber schwanden bei ihm die Kräfte und er wurde immer weiter durchgereicht. Man sah es dem fünftplatzierten des Short Tracks an, dass an diesem Tag nichts nach Plan lief. Er kämpfte sich über die Renndistanz, konnte aber nur schwer seine Positionen halten. Am Ende reichte es für den 21. Rang, nicht das was sich Lars Gräter als Ziel vorgenommen hatte. Nils Schmidt hingegen erwischte ein super Start, befand sich auf dem Weg in die Top 30 ehe er schwer stürzte. Er konnte das Rennen fortsetzen, aber ein wirklich gutes Resultat sprang für den Allgäuer nicht heraus. Er wurde am Ende 56.


Fabian Eder durfte im U23-Rennen an den Start. Im heißen Portugal war es wichtig sich gut zu kühlen und genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Fabian Eder gelang von Startplatz 55 ein fulminanter Start, welcher ihn in Runde 1 schon in die Top 25 brachte. Er konnte sich zusammen mit dem Deutschen Meister Jan Krayer vom Lexware-Team weiter nach vorne kämpfen. In einem extrem schnellen Rennen ging es um jede Position. Am Ende gelang es den beiden Deutschen sogar in die Top 20 einzudringen, leider wurden sie in der letzten Runde nochmal überholt und Fabian Eder beendete ein super starkes Rennen in seinem ersten U23 Jahr auf dem 22. Rang.



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