DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN GEDERN

Ein weiteres Highlight des Jahres stand an. Die Deutschen Meisterschaften im Cross Country 2021. Schauplatz des Events war die Bike Arena in Gedern, in der schon einige Nachwuchsbundesliga-Rennen ausgetragen wurden. Gedern ist nicht unweit von Frankfurt entfernt und bot dem GTR-Team deshalb eine angenehme Anreise.


Sven Strähle bei seinem ersten Rennen nach Schlüsselbeinbruch

Leider wurden zwei Monate vor der Deutschen Meisterschaft aufgrund des Corona-Viruses die Meisterschaftsrennen der Nachwuchsklassen bis inklusive der U19 abgesagt. Der Veranstalter hat alles dafür getan, alle Rennen austragen zu können, dies war unter den damaligen Umständen aber kaum vorstellbar und deshalb wurden nur die Rennen der „Größeren“ freigegeben. Nachdem der Juni mit Sonnenschein gestartet war, zog das Unwetter wieder über Deutschland und so war die Wettervorhersage für das Rennen um den Deutschen Meistertitel auch eher bescheiden. Immer wieder regnete es kurz, aber auch heftig und es kamen die Erinnerungen an die erste Saisonhälfte mit dauerhaft Regenrennen wieder hoch.


Schon wieder Regenschauer. Luis Neff und Tim Feinauer beim Streckentraining

Bereits am Freitag vor dem Rennen ging es für das Team nach Gedern um schon einen ersten Streckentest zu absolvieren. Der sehr anspruchsvolle Kurs mit kürzeren Anstiegen aber vielen Kurven machte den U23 und Elite Fahrern des Teams Spaß. Der Kurs war griffig und schnell, das waren gute Voraussetzungen. Am Samstag dann war der letzte Test vor den Rennen am Sonntag gekommen. Noch Vormittags beim Streckentraining der U23 war es sehr schwül und warm, man konnte ahnen das an diesem Tag noch Regenschauer anstehen würden. So kam es auch und pünktlich zum Training der Herren startete es mit starken Gewitter und Regen. Dies gefiel den Fahrern natürlich nicht und vor allem die Reifenwahl wurde dadurch wieder zum Gesprächsthema Nummer eins.


Florian Hamm kommt nicht wirklich in den Tritt

Am Sonntag war dann der Tag gekommen. Um 11 Uhr waren die U23 Fahrer an der Reihe. Mit dabei waren Noah Neff, Florian Hamm und Lukas Ittenbach. Ein fulminanter Start von Noah Neff brachte ihn auf den 5. Rang, auf dem er sich zwei Runden lang etablieren konnte. Plötzlich sah man Noah Neff an, das irgendetwas nicht stimmt, das Atmen fällt ihm schwer. „Aufeinmal hat es zugemacht, die Beine wollten aber sobald ich etwas mehr Gas gegeben habe, bekam ich kaum Luft und musste wieder raus nehmen“. Florian Hamm erwischte keinen guten Start und fuhr auf etwa Position 20 durch Runde 2. „Heute habe ich sehr sehr viele Fehler gemacht am Anfang die mich aus dem Rhythmus gebracht haben. So verliert man Plätze und Kraft. Das war heute eine schlechte Leistung von mir, ich bin nicht zufrieden“, sagt Florian Hamm im Ziel. Noah Neff fiel zurück und wurde schlussendlich zwei Plätze hinter Florian Hamm als 17. gewertet. Für Lukas Ittenbach war es erst das zweite Rennen in diesem Jahr und so war es schwierig einzuschätzen, wo er sich platzieren kann. Nach guten Trainingseinheiten war er motiviert bei der DM ein gutes Rennen abzuliefern. „Für mich war das Rennen gut und ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Es fehlt eben noch weiter an Arbeit um noch weiter nach vorne zu kommen. Es ist schwierig wenn man erst spät mit dem Leistungssport beginnt“ so Lukas Ittenbach im Ziel.


Eine tolle Strecke in Gedern. Noah Neff in der Abfahrt vor dem Rockgarden

Kurz darauf folgte dann um 15 Uhr auch das Rennen der Herren Elite. Mit am Start hier waren Sven Strähle, Luis Neff und Tim Feinauer. Alle strebten für sich ein Top Ten Ergebnis an und waren bereit für das Rennen.


Ready to Start

Für Sven Strähle war es nach seinem Schlüsselbeinbruch wieder das erste Rennen und er musste sich erstmal wieder positionieren um zu wissen, wo er steht. Dies gelang im Eindrucksvoll und er konnte in den ersten Runden in einer Gruppe um Platz 4 mitfahren. Luis Neff und Tim Feinauer hatten ebenfalls einen guten Start und waren auf Top Ten Kurs. Ehe es in Runde zwei ging, zog sich das Feld auseinander und man konnte nun erkennen, wie sich das Rennen entwickeln wird. Für die GTR-Jungs aufjedenfall in eine positive Richtung. „Nach meinem Schlüsselbeinbruch habe ich wenig bis gar nicht im Gelände trainieren können. Erst in den letzten Tagen war ich dann auf den Trails unterwegs und es hat sich alles safe angefühlt. Die ersten Runden wollte ich vorne dranbleiben, das ist mir gelungen. Nachdem Georg Egger dann das Tempo etwas angezogen hat, musste ich mich Bremsen um nicht zu explodieren. Danke hier an unseren Team-Manager Sam Weber der mich darauf aufmerksam gemacht hat, nicht gleich zu überziehen“ so Strähle später.


Sven Strähle fährt ein super Rennen un hält sich unter den Top 5 auf

Luis Neff und Tim Feinauer, die auch oft zusammen trainieren, fanden sich in einer 3er Gruppe mit Silas Graf, der ebenfalls aus dem Landkreis Schwäbisch Hall kommt, wieder. Über die komplette Distanz konnten diese zusammenarbeiten. „Wir haben versucht zusammen zu arbeiten und das ist uns auch gelungen. Am Ende wollten wir beide dann Silas ein wenig unter Druck setzen, er war heute allerdings super stark und konnte all unsere Versuche ihn abzuschütteln gekontert. Am Ende geht der achte Platz für ihn un Ordnung“ so Tim Feinauer im Ziel.


Luis Neff und Tim Feinauer fahren fast das komplette Rennen zusammen

Sven Strähle konnte sich zur Mitte des Rennens auf Rang 5. festsetzen und musste sich nur noch Luca Schwarzbauer geschlagen geben, der in der Startrunde bereits einen Defekt zu beklagen hatte. So wurde Sven Strähle nach 7 Runden + Startloop als sechstplatzierter Fahrer in Deutschland gewertet. Ein super Erfolg nach einer längeren Zeit ohne Wettkampf. „Ich bin sehr zufrieden, da es für mich schwierig war die Mob Intensität die letzten Wochen zu bekommen. Man hat natürlich auch immer etwas Angst, das man stürzt oder irgendwas in der Schulter nicht hält. Ich konnte über die komplette Distanz mein Tempo fahren und das macht mich glücklich. Nun freue ich mich auf die nächsten Rennen!“ so ein glücklicher Sven Strähle im Ziel.


Dranbleiben Junge, auf gehts!

Luis Neff und Tim Feinauer gingen als Trio in die letzte Runde, konnten hier aber nicht gegen die Stärke von Silas Graf angehen und mussten diesen etwas ziehen lassen. Auch Luis Neff konnte sich etwas von Tim Feinauer absetzen und am Ende den Neunten Platz einfahren, einen Platz vor Teamkollege Tim Feinauer. „Das Ziel mit einer Top Ten Platzierung haben wir geschafft und deshalb sind wir alle zufrieden so wie es heute gelaufen ist. Ich freue mich für mein Freund Sven Strähle das es gleich so gut lief und er hat das aufjedenfall verdient hier Sechster zu werden! Nun heißt es gut regenerieren und am Wochenende in Leogang ein ähnliches Rennen abliefern“, sagt Luis Neff nach der Zieleinfahrt.


Glücklich und Zufrieden nach dem Rennen. Sven Strähle wird sechster Deutscher 2021

Am Wochenende geht es direkt weiter mit dem nächsten Weltcup in Leogang, Österreich.



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