BL Weißenfels

Nach zwei abgesagten Rennen wurde der zweite Lauf zur int. XCO MTB Bundesliga 2021 nach Weißenfels verschoben. Aufgrund der immer noch anlaufenden Pandemie war es den Veranstaltern aus Heubach und Saalhausen nicht vergönnt, ihre Events durchzuziehen.


Florian Hamm, Tim Feinauer, Luis Neff und Noah Neff nach dem BL Rennen in Weißenfels

Umso erfreulicher, das es dann in Weißenfels geklappt hat. Aufgrund der sinkenden Zahlen in ganz Deutschland sogar mit weniger Auflagen als sonst, das lässt einen auf mehr Lockerungen hoffen. Gleichzeitig war Weißenfels auch für die Jugendklassen der erste Lauf zu den Bundesnachwuchssichtungen 2021. Das heißt, erstmals stand das Team fast komplett am Start. Bis auf Sven Strähle, der Prüfungsbedingt fehlte und Lukas Ittenbach, der umziehen musste, waren alle Cross Country Fahrer mit an Bord. Für die Jugendfahrer Ronja Theobald und Nils Schmidt stand bereits am Samstag um 14 Uhr das Short Race an. 15 Minuten Vollgas rund um den Bismarckturm in Weißenfels. Beide konnten sich souverän für die Finalläufe qualifizieren und konnten dort eine gute Leistung abrufen. Mit P10 für Rinja Theobald und P11 für Nils Schmidt waren die Startpositionen für den nächsten Tag gesichert.


Nils Schmidt über die Holzstämme zu P3

Am darauffolgenden Sonntag, gleichzeitig der Renntag der Bundesliga in Weißenfels, hoffte man auf den Wettergott. Der Himmel zeigte sich stark bewölkt und immer wieder tröpfelte es den ganzen Tag ein wenig herunter. Zuerst waren wieder die Jugendfahrer dran. Da dieses Rennen das erste richtige Kräftemessen auf deutschem Boden für die U17 Fahrer war, wusste man natürlich nicht, wo man sich einordnen kann. Nils Schmidt erwischte einen guten Start und fand sich nach Runde eins in der Führungsgruppe auf Platz 6 wieder. Das Tempo war hoch, vier Runden standen für die Jugendlichen auf dem Plan. Der Betzigauer Nachwuchsfahrer konnte sich im vorderen Feld behaupten und fand sich über die meiste Zeit des Rennens in der Gruppe von Platz 3 -5 wieder. Am Ende konnte Nils Schmidt nochmal den Turbo zünden uns sich sogar von seinen Kontrahenten absetzen. Die beiden vorderen Positionen waren zu dieser Zeit allerdings schon zu weit entfernt, sodass der junge GTR-Fahrer gezwungen war, den dritten Platz zu behaupten. Es gelang im erstaunlich gut und so kam er als dritter den letzten Anstieg zum Bismarckturm hinauf gestürmt und sicherte sich den letzten Platz auf dem Podium. Mega!


Zufrieden im Ziel. Podium für Nils Schmidt!

Ronja Theobald hat aktuell Probleme, ihre PS auf die Strecke zu bringen. Die Trainingsdaten sind gut, nun ist Geduld gefragt damit es bald wieder in die vorderen Reihen der U17 weiblich geht. Sie wird auf P19 gelistet und war nach dem Rennen nicht zufrieden. Im Anschluss an die Jugendklassen war dann auch schon die U19 dran. Mit von der Partie waren hier die beiden GTR-Fahrer Fabian Eder und Lars Gräter. Weißenfels sollte das letzte Qualifikationsrennen für die EM und WM in diesem Jahr werden und beide hatten die Chance dafür nominiert zu werden, wenn an diesem Tag ein gutes Ergebnis herausspringt. Beide waren super motiviert und starteten jeweils aus der ersten Reihe in das Rennen. Von Anfang an drückte Lars Gräter dem Rennen seinen Stempel auf und auch sein Teamkollege Fabian Eder war am Anfang in der Spitzengruppe zu finden. In Runde zwei verspürte Lars Gräter dann einen schleichenden Hinterreifen, welchen ihn dazu zwang, das Hinterrad in der Techzone zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Fabian Eder und Lars Gräter noch in der fünfköpfigen Führungsgruppe, die Lars Gräter dann aber durch seinen Stopp verlor. Im weiteren Verlauf des Rennens setzte sich Fabian Eder mit zwei Kontrahenten vom Feld ab und konnte sich auf Position zwei festsetzen. Etwas zurück in der Verfolgergruppe um Platz 5 fand sich Lars Gräter dann nach seinem Laufradwechsel dann ein und versuchte wieder aufzuschließen. Es gelang ihm nicht und gegen Ende des Rennens musste er diesem Effort Tribut zollen. Er kam als sechsplatzierter über die Ziellinie und war trotz des Laufradwechsels nicht unzufrieden.


Lars Gräter wurde durch einen Hinterraddefekt gestoppt

„Heute war ein gutes und schnelles Rennen. Als ich bemerkte das ich Luft verliere wollte ich eine kleine Lücke herausfahren um dann wieder nach dem Wechsel mit vorne zu sein. Dies gelang mir leider nicht. Trotz allem war dies ein solides Rennen und ich hoffe nun auf die EM und WM Nominierung“ so Lars Gräter im Ziel. Während Lars Gräter die Aufholjagd startete gestaltete sich vorne ein offenes Rennen. Fabian Eder musste den erstplatzierten etwas ziehen lassen und fuhr mit etwa 10 Sekunden Rückstand an zweiter Position. Auch zu Platz drei waren es lediglich 10 Sekunden und so ging es auf die letzte Runde, welche nochmal Spannung bringen sollte. Im letzten Anstieg wurde Fabian Eder noch überholt, konnte aber keine Kontra mehr geben und wurde schlussendlich als drittplatzierter gewertet. „Heute war mein Ziel auf dem Podium zu stehen um zu zeigen, das ich nach all dem Pech im Frühjahr und den Abiturprüfungen, meine Form halten konnte und Konkurrenzfähig bin. Das ist mir gelungen und ich bin sehr zufrieden damit. Jetzt hoffe ich ebenfalls auf eine Nominierung für die EM und WM im August“ so Fabian Eder als er die Ziellinie überquert hatte.


Fabian Eder auf P3

Im Rennen der U23 und Herren Fahrer waren ganze vier Fahrer des Teams mit am Start. Bis auf Sven Strähle, der wegen anstehenden Prüfungen das Rennen auslassen musste, konnten alle starten. Mit Luis Neff und Tim Feinauer in der Elite und Noah Neff sowie Florian Hamm in der U23 waren hier auch wieder potenzielle Top-Platzierungen möglich. Da in der C3 Kategorie die U23 Herren zusammen mit den Elite Herren starten, strebten alle ein Top 10 Ergebnis an. Luis Neff und Tim Feinauer liebäugelten sogar mit einem Top 5 Finish. Aufgrund der anstehenden Olympischen Spiele sowie weiteren wichtigen Rennen im August, waren in Weißenfels einige Fahrer nicht mit am Start. Dennoch war das Feld sehr gut besetzt. Luis Neff und Tim Feinauer konnten sich sofort nach dem Start im vorderen Feld platzieren und auch Noah Neff und Florian Hamm waren in den Top 10 zu finden. Bereits nach zwei Runden konnten sich die ersten beiden Fahrer etwas absetzen und auch Tim Feinauer war alleine auf Rang 3 unterwegs. „Es lief gut, ich hatte gute Beine. Ich wollte meinen Rhythmus fahren. Nach drei Runden habe ich aber gemerkt das Luis mit seiner Gruppe wieder näher kam und ich habe gewollt etwas rausgenommen um mit ihnen mit zu fahren.“ sagt Tim Feinauer zum Rennverlauf.


Tim Feinauer auf dem Weg zu P4

In der Gruppe von Platz 3-5 waren nun zwei GTR Fahrer vertreten und sie konnten gut zusammen arbeiten. Während die Jungs um Platz 5 schon etwas Vorsprung herausfahren konnten, waren Noah Neff und Florian Hamm meist gemeinsam unterwegs. Mal hatte Noah Neff wieder den neunten Platz inne mit etwa 20 Sekunden auf seinen Teamkollegen, dann fiel Noah Neff zurück und Florian Hamm konnte sich behaupten. Am Ende fehlten Florian Hamm die Kräfte um die Top 10 zu halten und Noah Neff sparte sich ein paar Körner, welche ihn auf einem guten neunten Platz ins Ziel brachten. Zwei Plätze dahinter kam ein völlig ausgelaugter Florian Hamm über die Ziellinie. „Die Strecke hier hat Spaß gemacht und mit dem neunten Platz bin auch sehr zufrieden“ so Noah Neff nach dem Rennen.


Noah Neff springt gekonnt über einen der vielen Sprünge in Weißenfels

Florian Hamm auf dem Weg in die Top 10

Nach etwas über der Hälfte des Rennens konnte sich Luis Neff nun auf Rang 3 festsetzen und seinen Teamkollegen zusammen mit einem weiteren Mitstreiter distanzieren. Bis in die letzte Runde war der Kampf um Rang 3 spannend und es fehlten Tim Feinauer am Ende nur etwas über 5 Sekunden zu Luis Neff, der den dritten Platz bis über die Ziellinie verteidigen konnte. „Nach meinem Trip nach Island, bei dem ich drei Wochen nur auf dem Rennrad saß und kein spezifisches Training durchziehen konnte, wusste ich nicht wie es heute laufen wird. Tim ist ein super Rennen gefahren und hat mich motiviert. Das es am Ende für mich zu P3 langt und Tim vierter wird, freut mich umso mehr. Nun bereiten wir uns auf den Rothaus Bike Giro vor, der Anfang August stattfinden wird“ so Luis Neff.


Luis Neff kämpft sich den Berg hoch zu P3


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