BIKE THE ROCK HEUBACH

Das Heimrennen des GTR-Teams stand nach 2 Jahren Abstinenz endlich wieder vor der Tür. Das „Bike the Rock“ in Heubach gehört zu den Frühjahrsklassikern der MTB-Szene und kann nach zwei Jahren der Pandemie endlich wieder ein Wochenende voller Spitzensport im Cross Country, Enduro und sogar die Deutsche Meisterschaft im Pump-Track austragen.


Für das GTR-Team ist das Rennen in Heubach nur ein Katzensprung von der Heimat Schwäbisch Hall entfernt und daher freut sich das ganze Team immer wieder auf das Event am Rosenstein. Der zweite Lauf zur int. Bundesliga, welcher in der HC Kategorie eingegliedert ist, zieht bei jeder Austragung tausende Zuschauer aus der Region nach Heubach und ist daher sehr bekannt für eine tolle Stimmung während der Rennen.


Luis Neff fliegt den Downhill beim "Bike the Rock" hinunter

Für das GTR-Team war dies das erste größere Rennen in der noch jungen Saison zusammen. Krankheits- und Prüfungsbedingt fielen neben dem favorisierten Junior Lars Gräter auch Noah Neff in der U23 und Florian Hamm in der Elite für das Team aus Untermünkheim aus. Trotz allem stand die Equipe mit 7 Fahrern an der Startlinie und blickte mit viel Zuversicht auf die Rennen voraus. Bereits am Samstag traf man sich am Rosenstein um sich die Strecke der diesjährigen Ausgabe genau anzuschauen. Anders als in den vergangenen Jahren vor Covid, ging es nicht den gefürchteten langen und steilen Anstieg im Wald hinauf, sondern nach einer kurzen Passage parallel zum Downhill, führte die Strecke über die Forststraße nach oben, wo sie am Wanderparkplatz wieder in die Originalstrecke mündet. Grund dafür waren die Bäume unmittelbar im Anstieg. Diese sind durch die zurückliegenden heißen und trockenen Sommertage mit Krankheiten befallen, welche sie sehr schwach machen. Da die Sicherheit der Teilnehmer immer Vorrang hat, wurde kurzerhand auf einen anderen Streckenverlauf umgebaut.


Nachdem schon am Samstag sehr viele Zuschauer in die Heubacher Stellung gekommen waren um wieder Live-Event erleben zu können, erwartete man auch am Sonntag einige Zuschauer für die Bundesliga Rennen. Leider spielte der Wettergott wieder einmal ein anderes Spiel. Schon von Beginn an schüttete es wie aus Kübeln, was die Strecke total veränderte zu Vortag. Es hieß heute, wer durchhalten will, muss im Kopf klar sein, denn die Bedingungen werden richtig hart werden.


Bereits um 9 Uhr stand Nils Schmidt als einziger Junior des GTR-Teams an der Startlinie des Junioren Rennen. Er musste aufgrund fehlender Punkte von der letzten Startreihe aus starten, meisterte dies allerdings bravourös und überholte seine Kontrahenten wie ein Weltmeister. Bereits nach der Startrunde kam er unter den besten 30 Fahrern zurück in die Heubacher Stellung und von dort an arbeitete sich der im jüngeren Jahrgang fahrende Betzigauer stetig nach vorne. Am Ende konnte unser Nachwuchstalent sogar an den Top 20 kratzen. In der letzten Runde schwanden dann etwas die Kräfte und Nils Schmidt überquerte schlussendlich auf Rang 23 die Ziellinie. Dadurch konnte er sich noch ein paar wichtige Punkte für die kommenden Rennen sichern.


Nils Schmidt auf dem Weg zu Rang 23

Auf das Juniorenrennen folgte das Rennen der U23 Herren. Hier startete neben dem amtierenden Deutschen Juniorenmeister Fabian Eder auch Lukas Ittenbach für die GTR-Equipe. Vom Start weg wurde wie auch in den anderen Rennen ein hohes Tempo eingeschlagen. Noch zu Beginn befand sich der Töginger Fabian Eder in den Top 10, musste dann aber etwas Tempo rausnehmen und versuchte seinen Rhythmus zu finden. Er konnte sich schnell in den Top 20 einreihen und es sah gut aus für ihn. Lukas Ittenbach startete ebenfalls gut und befand sich in den Top 45. Die Strecke machte Spaß, weil es dauernd leicht regnete und es so nicht dazu kam das sich der Dreck am Rad ansammelte sondern sofort weggespült wurde. Durch den steinigen Untergrund hatte man dann auch in den Abfahrten sehr guten Grip und die Abfahrt herab zum Start/Ziel ist sowieso eine der besten die es auf deutschen Cross Country Strecken zu finden gibt. Lukas Ittenbach erreichte am Ende Rang 42. Für Fabian Eder wurde das Rennen ein Kampf gegen das kalte Nass. Nach 3 Runden war der ganze Körper komplett durchnässt und die Fahrer fingen an sehr zu frieren. Dies führte auch zu Konzentrationsschwächen und nicht mehr 100% Leistungsfähigkeit. Fabian Eder schaffte es in die Top 15, wäre aber gerne auch noch weiter nach vorne gekommen. Er überquerte völlig entkräftet und zitternd als 14ter das Ziel. Auch er nahm durch diese Platzierung wichtige Punkte mit in die nächsten Rennen.


Fabian Eder ist mit Rang 14 nicht ganz zufrieden

Im Rennen der U19 Damen stand mit Ronja Theobald die nächste Fahrerin an der Startlinie. Auch für sie ist es ein wichtiges Rennen um weiter an der Form zu arbeiten und gegebenenfalls Punkte für die Weltrangliste einzufahren. Vom Start weg konnte Sie sich in den Top 20 festsetzen und behaupten. Es war wichtig sein eigenes Tempo zu fahren, gerade am langen Teeranstieg. Sie konnte am Ende sogar nochmal 2 Plätze gut machen und beendete das Juniorinnen Rennen auf Rang 18.


Ronja Theobald gezeichnet von den Strapazen schon nach der ersten Runde in Heubach

Zu guter letzt sollten die Elite Herren dann auf die Strecke geschickt werden. Auch sie erwartete ein nass kaltes Wetter, das weiterhin durch Nieselregen bestimmt wurde. Immerhin waren die GTR-Jungs Sven Strähle, Luis Neff und Tim Feinauer hochmotiviert, auch trotz der Witterungsbedingungen Vollgas zu geben um das bestmögliche Ergebnis erreichen zu können. Vom Start weg rasten die Elite Fahrer den Startanstieg hinauf und es gab kein zurückhalten mehr. Vom Damen Rennen strömten immer und immer mehr Zuschauer an die Strecke und trotz des Regens verzeichnete der Veranstalter einige tausend Zuschauer an diesem Renntag.


Der Böbinger Sven Strähle war besonders heiß bei seinem Heimrennen, 5km von seiner Haustüre entfernt, ein gutes Ergebnis abliefern zu können. Er war bereits in der Startrunde in den Top 15 zu finden, gefolgt von seinen Teamkollegen Luis Neff und Tim Feinauer kurz dahinter in den Top 25. Ein guter Start für die Fahrer der Untermünkheimer Truppe von Sam Weber. Im Laufe des Rennens konnte sich Luis Neff an seinen Teamkollege Sven Strähle heranarbeiten und ihn in den letzten 2 Runden dann auch überholen. Sven Strähle hatte ebenfalls mehr mit der Kälte im Rennverlauf zu kämpfen als vielleicht ein anderer. Er sicherte sich aber in den Top 15 ab und fuhr weiterhin konstant um seine Heimstrecke. Auch Tim Feinauer arbeitete sich stetig nach vorne, etwas langsamer als seine Kollegen, dennoch gut. Er erreichte ebenfalls die Top 20 und sammelte Position um Position ein. Am Ende war Luis Neff der stärkste des Teams an diesem Tag. Er fuhr ein tadelloses Rennen und ließ sich nur knapp von Cape Epic Gewinner Georg Egger schlagen. Für ihn hieß es am Ende Rang 12 und somit saftig viele Punkte für die Weltrangliste. Den bei einem HC Rennen bekommen die Fahrer bis Rang 25 einiges an Punkte. Ihm folgte auf Rang 15 Sven Strähle, der nicht so zufrieden war. Aufgrund der Kälte musste er in der Mitte des Rennens Tribut zollen und konnte keine 100% mehr fahren. Dennoch ging es am Ende wieder besser und mit einem Top 15 Ergebnis bei einem stark besetzten Starterfeld kann man trotzdem zufrieden sein. Wieder zwei Plätze dahinter kam dann auch der Enslinger Tim Feinauer als 17ter über die Ziellinie. Auch er zeigte sich zufrieden und freute sich ebenfalls über einige Punkte auf der Habenseite in Bezug auf die Weltrangliste.


Lokaltmatador Sven Strähle kämpft sich den Berg hinauf

Nun steht vom 6-8 Mai der Heimweltcup in Albstadt vor der Tür. Wir sind heiß auf die kommenden Wochen und freuen uns auf die nächsten Rennen!


pc: Moritz Sauer



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