#2 WELTCUP ALBSTADT

Der Weltcup in Albstadt stand vor der Tür und endlich wieder konnten die GTR-Fahrer bei einem Heimweltcup vor vielen trausenden Zuschauern an den Start gehen. Zum ersten Mal nach zwei Jahren waren beim Auftakt der euopäischen Weltcups wieder Zuschauer erlaubt und es war abzusehen, dass diese in den vergangenen Jahren schmerzlichst vermisst wurden.


Sven Strähle fliegt über die Strecke vor tausenden Zuschauern in Albstadt.

Für das GTR-Team gingen neben den Elite Fahrern Sven Strähle, Luis Neff und Tim Feinauer auch Noah Neff und Fabian Eder in der U23, sowie Lars Gräter, Nils Schmidt und Ronja Theobald in der U19 Klasse an den Start. Nachdem Lars Gräter die Wochen zuvor krankheitsbedingt ausgefallen war, ging er zwar als Führender der UCI-Weltrangliste an den Start, dennoch wusste man, dass dies nach der Erkältung erstmal ein Test für die wiederkehrende Fitness sein würde. Die UCI Junior Serie machte beim Stopp im Rahmen des UCI Weltcups in Albstadt seinem Namen wieder alle Ehre und es standen hunderte Fahrer aus der ganzen Welt am Start. Nach dem Startschuss ging es das berühmte Bullentäle hinauf und Lars Gräter konnte sich mit der Startnummer 1 behaupten. Als zweitplatzierter ging er in den zweiten Teil der Strecke und war so voll im Mix mit den besten Junioren der Welt. Erstmal ein starker Beginn des 17-jährigen nach seiner Krankheit. Man merkte schnell, das Lars Gräter nicht bei vollen Kräften war und so wurde er im Laufe des Rennens bis auf Position 20 durchgereicht, gerade bergauf hatte er seine Probleme dem hohen Tempo der vorderen Plätze zu folgen. In der Hälfte des Rennens fand der Gailenkirchener wieder zurück in die Spur und machte Boden gut, schob sich in die Top 15 nach vorne und war Anfangs der letzten Runde an den Top 10 dran. Mit einer starken Schlussrunde reihte sich Lars Gräter auf Rang 9 ein und verteidigte diesen bis ins Ziel. Nils Schmidt, der in seinem ersten Jahr in der Juniorenklasse Erfahrungen sammelt, ging von Position 101 ins Rennen und musste sich erstmal durch das Feld kämpfen. Er konnte sich Runde um Runde verbessern und stoß bis zur letzten Runde bis in die Top 65 vor. Am Ende belegte er den 61 Platz, welcher ein beachtlicher Erfolg für den im ersten Jahr fahrenden Allgäuer ist.


Noch am selben Tag folgten die Rennen der Junioren weiblich und auch die der U23-Klasse. Hier hatte das GTR-Team weitere Fahrer am Start. In der U19 weiblich Klasse ging mit Ronja Theobald die einzige Dame des Teams in 2022 an den Start. Sie ist ebenfalls auch im ersten Jahr der U19-Klasse und muss erstmal Erfahrungen sammeln, vor allem bei solch einem international Top besetzten Juniorinnen Feld wie in Albstadt. Sie meisterte die steilen Anstiege stark und konnte auch in den Abfahrten ihr Können zeigen. Das Rennen beendete Ronja Theobald dann auf Rang 56.

In der U23 Kategorie gingen mit Noah Neff und Fabian Eder nochmal zwei Fahrer mit sehr viel Potenzial an den Start. Für Fabian Eder ist der U23 Weltcup in Albstadt eine Premiere und sein erstes Rennen in der U23 auf höchstem Level. Noah Neff befindet sich in seinem zweitletzten U23 Jahr. Von Anfang an wurde im U23 Feld so richtig auf das Gaspedal gedrückt und schnell zog sich das Feld auch auseinander. Im berühmten Bullentäle von Albstadt war die Stimmung schon grandios gut und die Fahrer wurden durch die Stimmung den Berg hinaufgetrieben. Nach zwei Runden befanden sich die beiden GTR-Fahrer gemeinsam um Platz 60 wieder, nachdem sie von weiter hinten im Feld ins Rennen gehen mussten. Dann hatte Noah Neff in der Mitte des Rennens Probleme mit seiner Kette. Nach der Teufelscorner Abfahrt ging es durch eine Kompression wieder in den nächsten Anstieg und gerade beim reintreten in die Pedale verhakte sich die Kette so schwer, das sie zwischen Kettenblatt und Rahmen eingeklemmt wurde. Nach einer Minute gab es Noah Neff auf es selbst zu reparieren und schob bzw. fuhr ohne treten in die Techzone. Dort wurde zusammen mit dem Mechaniker eine neue Kette montiert wodurch er allerdings so viel Zeit verlor, dass er ein paar Runden später der 80% Regel zum Opfer fiel. Fabian Eder hingegen festigte seine Position in den Top 60 und fuhr in seinem ersten Rennen in der U23-Klasse ein hervorragendes Rennen. Runde um Runde konnte er noch ein paar Positionen gut machen sodass er am Ende auf Rang 54 ins Ziel kam. Damit war der Samstag für die GTR-Fahrer geschafft.


Am Sonntag dann standen die Elite Fahrer an der Startlinie des Heimweltcups. Für die Untermünkheimer Equipe gingen mit Sven Strähle, Luis Neff und Tim Feinauer drei Fahrer an den Start. Für alle drei ging es von ganz hinten in das Rennen und es gab nur eine Devise. Überholen, überholen und nochmal überholen. Sven Strähle ließ es im Gegensatz zu seinen Kontrahenten richtig langsam angehen und ging als letzter in den Anstieg der Startrunde bevor er anfing Fahrer um Fahrer zu überholen. Von Startplatz 120 ging es nach vorne, zuerst an seinen Teamkollegen vorbei und dann in die Top 80, die Top 70 und schließlich bis an die Top 60 heran, die für Sven Strähle das Ziel waren. Zum Ende hin schwinden auch dem Böbinger die Kräfte und er musste seiner Aufholjagd von ganz hinten Tribut zollen. Rang 61 heißt es im Ziel, leider an den Punkten und den Top 60 knapp vorbei, dennoch zeigt das wieder einmal, welches Potential der seit 2012 im Team fahrende 27-jährige Strähle hat.



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